AG Nephrologie und Internistische Intensivmedizin

Leitung: Felix Knauf

Experimentelle und Klinische Forschung Kristall-assoziierter Nierenerkrankungen

 

 

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Forschungsschwerpunkt

In ihrer Funktion als Ausscheidungsorgan filtriert die Niere die harnpflichtigen Substanzen und konzentriert sie dort auf das Mehrfache der Blut- und Gewebskonzentration. Schwer lösliche Salze können hierbei Kristalle bilden und hierdurch ein Nierenversagen auslösen. Die Zusammensetzung der Kristalle variiert in Abhängigkeit davon, ob sie als Medikamente zugeführt werden (z.B. Methotrexat, Sulfadiazine oder Indinavir) oder endogen im Körper gebildet werden (z.B. Nierenerkrankungen mit kristallinen Ablagerungen von Leichtketten oder Harnsäure-Nephropathie). Unser Labor konzentriert sich hauptsächlich auf Oxalat, das die häufigste Komponente von Kristallen beim Menschen darstellt.

Jüngste Forschungsergebnisse - unsere Arbeiten eingeschlossen - weisen auf eine wesentliche Rolle des angeborenen Immunsystems im Kristall-induzierten Nierenversagen hin. Unsere interdisziplinäre Forschung erstreckt sich von der Transportphysiologie über die Biophysik bis hin zu Tiermodellen. Wir stellen eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der Patientenversorgung dar, indem wir Patienten mit schwerwiegenden und seltenen Steinerkrankungen ambulant betreuen und unsere Hypothesen aus dem Tiermodell in klinischen Studien untersuchen (German Chronic Kidney Disease Study). Ebenfalls führen wir interventionelle Studien durch mit dem Ziel, die Oxalatspiegel im Urin und Plasma zu senken und damit Nierensteine/chronische Nierenerkrankungen zu verhindern.

Unser Labor steht in enger Zusammenarbeit mit Forschern der Yale University (USA) und dem University College London (Großbritannien). Im Jahr 2015 erhielt unsere Abteilung nahezu 1 Million Euro als Unterstützung für das TRENAL Netzwerk. Das Ziel dieses Netzes ist es, einerseits den Austausch dieser Institutionen zu fördern und andererseits die Forschungsvorhaben von Medizindoktoranden, Postdocs sowie die an Grundlagenforschung interessierten Fachbereiche zu unterstützen. Medizinstudenten, Forscher und Ärzte, die sich für unsere Arbeit interessieren, sind herzlich eingeladen, sich an unser Labor zu wenden oder die TRENAL Homepage zu besuchen.